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| USA wollen Eisbären per Gesetz zu bedrohter Art erklären |
05-01-2007 |
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| Die US-Regierung will Eisbären wegen des Klimawandels und abschmelzender Polkappen als bedrohte Tierart in das nationale Artenschutzprogramm aufnehmen. |
Mit diesem Vorstoß hat die US-Regierung erstmals offiziell einen Zusammenhang zwischen dem durch Treibhausgase verursachtem Klimawandel und dem Artensterben eingeräumt. Umweltschützer begrüßten die Ankündigung als "Wendepunkt".
"Eisbären gehören zu den letzten Überlebenden der Natur, die in einer der rauesten Gegenden der Welt leben können", sagte Innenminister Dirk Kempthorne in Washington. "Aber wir fürchten, dass der Lebensraum der Eisbären buchstäblich wegschmelzen könnte."
Bislang gibt es nach Angaben aus dem Ministerium keine Art, die wegen des Klimawandel und dessen Auswirkungen auf die Rote Liste der bedrohten Tierarten aufgenommen wurde. Weltweit gibt es zwischen 20.000 und 25.000 Eisbären. Etwa 4700 der Tiere leben in Alaska. Die Behörde für Fisch- und Wildfang erklärte, dass durch den Temperaturanstieg in der Arktis die Eisflächen immer kleiner würden, wodurch der natürliche Lebensraum der Eisbären verloren gehe.
Die US-Regierung wird laut Kempthorne nun zunächst öffentliche Stellungnahmen einholen und in einem Jahr darüber entscheiden, ob die Eisbären offiziell zur bedrohten Tierart erklärt werden sollen. Experten halten es angesichts von bisher über 200.000 unterstützenden Petitionen für unwahrscheinlich, dass die Aufnahme in die Liste noch scheitern könnte. Ein Eintrag der Eisbären in die Liste könnte nach den gesetzlichen Vorschriften zum Schutz bedrohter Arten zur Folge haben, dass die US-Wirtschaft den Ausstoß von Kohlendioxid verringern muss.
"Die Zeit der halbherzigen Maßnahmen und Verzögerungen ist vorbei", sagte ein Sprecher des Rates zur Verteidigung der natürlichen Ressourcen (NRDC). Die Leiterin des Zentrums für biologische Vielfalt, Kassie Siegel, sagte: "Diese Entscheidung ist ein Wendepunkt, was den Umgang dieses Landes mit dem Klimawandel betrifft."
Die USA sind der weltweit größte Verursacher von Treibhausgasen, durch deren Ausstoß sich die Erde erwärmt. Bush wird von Umweltschützern unter anderem deshalb heftig kritisiert, weil er eine Ratifizierung des Kyoto-Protokolls ablehnt.
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